Die Gratkletterei hat viel Spass gemacht

Da das Wetter nicht so gut vorausgesagt wurde hat Eelco kurzerhand vom Mont Blanc ins Saastal umgeplant für den Teil 1. Teil 2 wird dann 3 Tage später das Zinalrothorn sein.

Wir trafen uns an der Talstation und nahmen die erste Gondel ins Hohsaas.

Nach dem Rundweg von 4000ern standen wir schon bald auf dem Holöub-Gletscher und zogen für eine kurze Distanz unsere Steigeisen an.

Auf dem Lagginjoch dachte ich, dass Laggin zum Greifen nahe ist, doch weit gefehlt, das ist nur einer der unzähligen Vorgipfel oder Gendarmen wie Eelco sie nannte. Die Gratkletterei hat viel Spass gemacht und ab und zu mussten wir auch abseilen.

Um die Zeit haben wir uns keine Sorgen gemacht bis wir das Erreichen der letzten Talfahrt wohl verpassen werden.

Plötzlich wurde es dunkler und das Weisshorn war nicht mehr sichtbar, Regen war im Anzug.

Ein kurzer Halt am Gipfelkreuz und schon ging’s über den Westgrat wieder runter. Ein erster Blitz war noch 3km entfernt, doch plötzlich hörte Eelco ein Surren bei seinen Stöcken. Wir warfen Rucksäcke und alles Metallene weg und hockten uns hinter einen Felsvorsprung. Und eine Minute später wurden wir von Graupel eingedeckt und dann hatte es geblitzt und gleichzeitig heftig geknallt. So schnell wie es gekommen war ging es wieder vorbei und die Sonne löste den Graupel rasch auf und trocknete die Felsen wieder ab.

Der Gratweg war super präpariert, teilweise mit schönen Treppenstufen, aber oft gab es zuviele Wege und man musste die Steinmännchen suchen, um auf dem direkten Weg zu bleiben. Und das dauerte ewig, die Weissmieshütte wollte und wollte nicht näher kommen. Dort angekommen hatte uns Roberto sogleich ein Bier serviert und wir haben über alte Touren berichtet. So ist es halt Ü60. Als er uns sagte dass er diese Tour um halb vier startet, war uns klar wieso wir so spät dran waren.

Nach dem Bier ging’s einfacher, die Wege wurden besser und als Tüpfelchen auf dem i organisierte Eelco uns ein Alpentaxi. Ein wahrer Engel hatte uns chauffiert.

Trotz Engel ging’s 1400m hoch und 2800m runter in 12.5 Stunden.

Tourenleitung Eelco
Bericht Eelco
Fotos Martin
Teilnehmende Martin