Mit der Gruppe macht es echt Spass
Tag 1, 14.05.2026


Die meisten sind bereits am Vortag angereist und so konnten wir bereits früh am Morgen (ok es war 09.00 Uhr) losfahren ins erste Klettergebiet «Guido Omodei». Gegen Mittag sollten dann noch 3 Nachzügler eintreffen. Das Klettergebiet befand sich mehr oder weniger direkt oberhalb unseres Campingplatzes in Marone. Simone und Jan haben in letzter Minute den Plan noch geändert. Wettertechnisch war klar, dass wir heute irgendwann in den Regen kommen. Nur wo blieben wir am längsten trocken? Das Gute an diesem Klettergebiet war, dass es nur wenige Minuten von unseren Unterkünften entfernt war.
Im Klettergebiet angekommen machten wir uns alle voller Tatendrang ans Werk. Bis kurz vor Mittag kletterte jeder mehrere Routen. Praktisch aus dem nichts wurden wir dann aber vom Gewitter überrascht. Einige mussten noch die Kletterroute abbauen und die anderen versteckten sich so schnell wie möglich unter Bäumen oder Felsvorsprüngen. So schnell wie es kam, war es auch wieder vorbei. Die Sonne kam wieder hervor und trocknete den Fels. Die Lust am Klettern hatte sich nicht eingetrübt und wir begannen wieder Kletterrouten einzurichten. Unsere 3 Nachzügler trafen auch noch ein und nach einer kurzen Begrüssung, legten auch sie los.


Leider war das Wetter uns nicht gut gesinnt. Ein Blitz und Donnerschlag und schon begann es wieder zur Regen. Diesmal aber so richtig – Sturmböen und Hagelschlag. Hastig die Routen wieder abbauen, durchgenässt alles zusammenpacken und durch den Wald zurück zum Auto rennen. Die Strasse war bereits weiss vom Hagel. Mit Sommerreifen die steile Strasse runterfahren, war auch kein Vergnügen.
Am Campingplatz angekommen schien bereits wieder die Sonne. Wir entledigten uns von den nassen Sachen und trafen uns dann praktisch alle zum ersten Apero auf dem Camping. Kurze Zeit später verdunkelte sich der Himmel wieder und es fielen die ersten Tropfen. Was nun? Es war noch zu früh für das Nachtessen und ausgetrunken hatten wir auch noch nicht, die Camper und VW-Busse waren zu klein. Also blieb nur noch das Zelt von Samuel und Armida. Irgendwie schafften wir es alle (Anmerkung: 16 Pers.!!!) ins Zelt und konnten im Trockenen, die eine oder andere Anekdote erzählen.
Genau richtig zum Nachtessen kam nochmals die Sonne zum Vorschein. Trockenen Fusses machten wir uns auf den Weg nach Marone, wo Simone und Jan für uns ein Restaurant am See reserviert hatten.

Tag 2, 15.05.2026



Aufgrund des Regenwetters schlug Simone für den Freitag ein Individualprogramm vor, bei welchem jede:r wählen konnte, was er/sie am liebsten unternehmen möchte. Bei Cappucchino und Brioches morgens im Restaurant des Campings konnte man sich entscheiden zwischen:
– Sport wie Joggen oder Baden im kalten Wasser
– alteingesessener Kletterspot im unteren Valle Camonica besuchen und klettern, falls es nicht regnet
– Shoppen im Franciacorta Village Outlet Nähe Brescia oder sonst in einem Dorf
– Besuch der Altstadt von Brescia
– nachmittags Weinprobe des Schaumweines Franciacorta im Weinkeller Mirabella in Rodengo-Saiano
– Nichtstun, Erholen, Lesen, Musik hören ….


So fanden schliesslich alle etwas und abends in der Osteria Camplani zwischen den Dörfern Cislano und Zone im Grünen hatten sich alle genügend zu erzählen.

Tag 3, 16.05.2026



Am Samstag trafen wir uns um 09:30 Uhr beim Campingplatz und machten uns auf den Weg nach Casazza zum Klettergarten Falesia di Grone. Das Wetter zeigte sich deutlich freundlicher als an den beiden Tagen zuvor. Zwar noch etwas bedeckt und ein bisschen kühl, aber insgesamt gute Bedingungen zum Klettern.
Der Sektor ‘Placca Solarium’ beeindruckte mit einer steilen und sehr breiten Felswand, aus der stellenweise sogar Bäume mitten aus dem Fels wuchsen. An diesem Tag kamen alle auf ihre Kosten – vom Schwierigkeitsgrad 4 bis hin zur 6b wurde fleissig geklettert.
Am Nachmittag begann es plötzlich wieder an zu donnern. Daraufhin packten alle rasch zusammen und räumten die Wände, während ein Teil der Gruppe bereits zu den Autos zurückkehrte resp. schon fast flüchteten. Das Gewitter zog schliesslich an uns vorbei, doch rückblickend war es wohl genau der richtige Moment, um den Klettertag zu beenden – schliesslich hatten wir bereits viele schöne Routen in den Armen.



Auf der Rückfahrt legten wir gegen 17:00 Uhr noch einen Halt in Lovere ein, wo wir uns mit einem feinen Gelati belohnten.
Da sich die Sonne inzwischen endgültig durchgesetzt hatte, durfte später auch ein gemütliches Apéro nicht fehlen – dieses Mal vor Armida’s und Samuel’s Zelt, wo wieder allerlei Getränke und Snacks zusammengetragen wurden. Ob es nun Likör aus der grünen Baumnussschale oder vielleicht doch Balsamico war, scheint bis heute nicht geklärt.
Den Abschluss des gelungenen Tages bildete das gemeinsame Abendessen im Restaurant des Campingplatzes, wo Fidelis die Hüften schwingen aber die Bedienung etwas zu wünschen übrig liess.

Tag 4, 17.05.2026



An unserem letzten Tag stand Klettern im Gebiet Predore auf dem Programm. Martina, Christian, Diana, Simone, Christine, Adi, Gabriel, Samuel, Armida, Jan, Barbara, Natascha und Susanne waren mit von der Partie. Dalia und René fuhren schon nach Hause, Brigitte und Oli stiegen aufs Rad für die Tour um den Iseosee. Fidelis hatte sein eigenes Programm und kurierte seinen Arm aus.
Nach den Regentagen und einer sternklaren Nacht konnten wir mit Sonne und Wärme rechnen.
Um 8 Uhr 30 trafen wir uns auf dem Campingplatz. Nach einer halben Stunde Fahrt ging es zu Fuss nochmals so lange weiter.
Die verschiedenen Sektoren im dichten Wald waren teilweise sehr spärlich angeschrieben. Einige von uns wagten sich an die Routen im Sektor I Gradoni und die anderen an die Plattenkletterei links daneben.
Die 5b Routen hatten ungünstige Stufen im Falle eines Sturzes, was die Sache aufregender machte. Im Nachhinein frage ich mich, ob meine erste Route Nr. 103 namens Skaccia Pensieri über oder mit uns lacht.


Später mussten natürlich noch die wunderbaren Routen Fetonzo.It 6a und Evergreen 6b in Angriff genommen werden. Martina hat dort ihre erste 6b im Rotpunkt-Klettern durchstiegen. Sie hat ihr Ziel für diese Klettertage bravourös gemeistert, nachdem Simone sie dazu animiert hatte.
Nach und nach lösten sich kleine Gruppen vom harten Kern und traten den Heimweg an. Früher oder später landeten die meisten aber doch im ersten Stau wegen eines Radrennens oder im zweiten, grösseren bei Varzo. Dort gab es drei Unfälle und eine defekte Ampel. Glücklicherweise kamen alle irgendwann abends mit Autos und ÖV heil in ihrem Zuhause an.

Das Dutzend von Simones und Jans Auffahrts-Klettertagen konnte erfolgreich und mit schönen Erinnerungen voll gemacht werden. Danke!
| Tourenleitung | Simone, Jan |
| Bericht Tag 1 | Samuel |
| Bericht Tag 2 | Diana |
| Bericht Tag 3 | Martina |
| Bericht Tag 4 | Gabriel |
| Fotos | Alle |
| Teilnehmende | Diana, Christine, Brigitte, Ollie, Gabriel |
| Susanne A, Dalia, Rene, Samuel, Armida | |
| Martina, Christian, Adi, Barbara, Natascha, Fidelis |
