Alle im Vorstieg, alle top motiviert…

Tag 1, 02.10.2026 – Klettern in Nibbio

Treffpunkt war beim Autoverlad in Brig. Die Gruppe war an diesem ersten Tag überschaubar: Zu sechst machten wir uns auf den Weg Richtung Italien.
Unser erstes Ziel war ein Kaffee in Ornavasso. Dort wurde beraten und wir entschieden uns den Tag im Klettergarten in Nibbio zu verbringen.

Wir hatten das Glück, den Fels den ganzen Tag für uns allein zu haben. So konnten wir in aller Ruhe verschiedene lange Routen im 5. und 6. Schwierigkeitsgrad klettern. Das Wetter war sonnig und warm – teilweise war der Fels schon fast etwas zu warm. Unsere Tourenleiterin wünschte sich deshalb schon bald ein paar Wolken, damit die Temperaturen etwas angenehmer würden.
Nach dem Klettern gab es zur Belohnung noch ein Gelati. Für gute Tipps rund ums Klettern, Baden, Essen und die besten Gelaterias in der Region war unsere Tourenleiterin Simone bestens vorbereitet.
Anschliessend fuhren wir weiter zum Hotel. Dieses lag wunderschön direkt am See und verfügte sogar über einen eigenen Strand und einen Steg. Dort begann die stetige Gruppenvergrösserung mit Brigitte und Oli, welche bereits eingecheckt hatten.

 

Gemütlich sassen wir auf dem Steg mit einem Aperol Spritz und guten Gesprächen und sogar der Wunsch der Tourenleiterin wurde erfüllt: Beim Sonnenuntergang hatte es am Horizont über dem See tatsächlich ein paar Wolken, direkt vor der Sonne 🙂
Antipasti, primi piatti, secondi piatti… auch das Abendessen auf der Hotelterrasse war – wie schon der ganze Tag – vollkommen gelungen.

Tag 2, 03.10.2026 – Ramello

Kletterinnen finden sich:)
Marla und ich haben uns als Nachzügler schon im Zug angelächelt und gewusst, das muss die jeweils andere sein. Zum Glück, sonst hätten wir wohl den Zugersatz in Domodossola beide nicht erwischt 🙂

Pünktlich auf die Minute also am Treffpunkt in Mergozzo, wo uns schon Tina erwartete. Ab hier in das Tal oberhalb von Verbania zum kleinen Ort Ramello. Minimalistischer Zustieg von ca 5 Minuten zum Fels, wo die ganze Truppe schon voll im Kletterflow war. Ein Felsriegel, aber viele nicht allzu lange Routen im gemässigten 4a – 6b Bereich mit Hammerfels, griffig und wunderschön.

Tja, wo der Entscheid schwer fällt, macht man am besten so viele Routen wie möglich! Mit diesem Motto haben alle Teilnehmer Route für Route geklettert! Alle im Vorstieg, alle top motiviert, es gab an diesem Fels grad gefühlt keine Grenzen. Egal, wer wieviel geklettert hat während diesem Sommer. Und wenn mal ganz kurz die Frage im Kopf kam, ob eine Stelle wirklich möglich ist, dann hat der unerschütterliche Glaube und die Motivation von «unten» kurzerhand nachgeholfen 😉

Beim vielen  Klettern ist fast das Essen zu kurz gekommen, so auf jeden Fall bei mir. Drum ging es dann zum feinen Gelati-Essen nach Verbania, wo auch Fidelis zu uns gestossen ist. Für die zwei (Diana und Fidelis) ging es aber am Samstag zurück nach Simplon. Eine andere SAC-Tour wartete am Sonntag auf die beiden im Gredetschtal. Volles Programm wie immer bei Diana.

Für uns andere aber dann ab ins Hotel, welches ja direkt am See auf uns wartete. Also Badehose an und ein herrliches Bad im Lago Maggiore nehmen. Coole Pics dürfen da nicht fehlen, also übten sich einige in coolen Jump-Einlagen. Und das ein paar Mal, schliesslich muss das Foto perfekt sein!

Auch Claudio war inzwischen eingetroffen und hat uns bei der Aktion unterstützt. Nach einer kurzen Dusche dann auf der wunderschönen Terrasse ein feines Nachtessen mit vielen leckeren Antipasti und einfach feinem Essen. What a perfect day: tolles Klettern, Sonne, herrliches Ambiente am See und viel Lachen in der coolen Truppe!

Tag 3, 04.10.2026 – Anzolla

Am Sonntag ging es nach Anzola – Bocca Della Valle.

Nach einem kurzen Zustieg sind wir im Sektor L’Anfiteatro angekommen. Der Kletterspot war sehr schön im Wald gelegen, so dass es nicht zu heiß war. Obwohl es Sonntag war, war es auch nicht zu voll – ein paar weitere Seilschaften haben sich auf die zahlreichen Routen gut verteilt.

Es gab zahlreiche Routen im Bereich 4b bis 6b, so dass wir alle gut auf unsere Kosten gekommen sind.

Bei dem ein oder anderen war bereits eine anfängliche Müdigkeit von den vorherigen Klettertagen zu spüren, die war aber nach 2 Routen wie weggewischt. Die nächsten Stunden haben wir uns hochmotiviert an „alpinen Schritten“, Leisten, Platten, Rissen und Kanten ausgetobt. Gegenseitig haben wir uns Tipps gegeben und unterstützt, so dass wir mal mit mehr und mal mit weniger Mühen die Routen geschafft haben und alle über den erfolgreichen und spaßvollen Klettertag glücklich waren.

Auf dem Weg zum Auto wollten die Hütehunde noch kurz verhindern, dass Martina und Claudio den Kletterspot verlassen; aber mit Hilfe von Italienern konnten sie das Gelände problemlos verlassen.

Schließlich gab es auf dem Rückweg dann noch traditionell ein Eis in Domodossla – jeden Tag ein Eis gehört schon zum Klettern dazu – bevor wir dann endgültig den Heimweg angetreten sind.

Es war mein erstes Kletterwochenende mit dem SAC – aber das war bestimmt nicht mein letztes, es hat super Spaß gemacht!

Vielen Dank an Simone für die tolle Organisation!!

Tourenleitung Simone
Bericht Tag 1 Martina
Bericht Tag 2 Susanne
Bericht Tag 3 Tina
Fotos Tag 1-3 Alle
Teilnehmende Tag 1 tagsüber:  Tina, Angela, Christine
  Diana, Martina. abens: Brigitte, Oli
Teilnehmende Tag 2 Marla, Susanne, Tina, Diana, Martina
  Christine, Angela, Brigitte, Oli
Teilnehmende Tag 3 Tina, Marla, Brigitte, Oli, Claudio
  Martina, Angela, Christine, Susanne