Konzentration und ein gutes Gespür für das Gelände


Leider ist die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr nach Oberems nicht optimal. Daher konnten Angela und Erika erst um 07:35 Uhr eintreffen.
Um den entstandenen Zeitverlust auszugleichen, entschied ich mich für einen Taxitransfer zur Griebjini Oberstafil. Dadurch sparten wir rund 900 Höhenmeter Aufstieg, und ich konnte meinen Zeitplan wieder einhalten.
Der Aufstieg zum Emshorn führte über einen gut angelegten Wanderweg und erwies sich als angenehm. Bereits von dort aus versprach die Sicht Richtung Brunnethorn eine spannende Fortsetzung der Tour.


Über karge Wiesen und Blockfelder gewannen wir weiter an Höhe. Ein kurzer, klettersteigähnlicher Abschnitt sowie einige einfache Kletterpassagen waren noch zu bewältigen, bevor wir das Brunnethorn erreichten.
Dort steht seit 2022 ein neues Gipfelkreuz, nachdem das alte bei einem Felssturz zerstört worden war. Von hier aus erblickten wir bereits die beiden nächsten Ziele des Tages. Da wurde uns allen bewusst, dass noch einiges vor uns lag.
Diese Gratüberschreitung ist äusserst lohnend, verlangt jedoch vom Emshorn bis zur Bella Tola durchgehend Trittsicherheit, Konzentration und ein gutes Gespür für das Gelände, da viele lose Steine vorhanden sind.

Vom Brunnethorn stiegen wir zunächst in die Brunnetlicku ab und anschliessend wieder hinauf zum Borterhorn. Immer wieder versperrten steile Felswände den direkten Gratverlauf, sodass wir diese mal links, mal rechts umgehen oder sogar überklettern mussten. Die anspruchsvolle Wegführung erforderte jederzeit volle Aufmerksamkeit. Bereits nach kurzer Zeit hatten meine Teilnehmer einige kleinere Blessuren zu verzeichnen. Dennoch meisterten wir auch diesen Gipfel erfolgreich.

Anschliessend führte der Weg hinunter zur Borterlicke. Noch einmal war unsere Klettertechnik gefragt, bevor wir kurz vor der Bella Tola wieder auf einen Wanderweg stiessen und unsere Füsse etwas entspannter bewegen konnten.
Der vierte Gipfel des Tages wurde mit einem herzlichen Handschlag und einer Umarmung gefeiert, wie alle anderen auch.
Ein Blick auf die Uhr zeigte jedoch, dass uns nicht viel Zeit zum Verweilen blieb. Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns an den Abstieg über den Pas de Boeuf und den Borterpass nach Gruben.

Nach rund 7,5 Stunden erreichten wir zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck unser Ziel in Gruben, wo sich unsere Wege wieder trennten.

Vielen Dank euch allen für den tollen Tag und die schöne gemeinsame Tour!
| Tourenleitung | Michael |
| Bericht | Michael |
| Fotos | Martin, Geraldine, Michael |
| Teilnehmende | Geraldine, Angela, Erika, Martin |
