1. Tag, Sonntag, 30. August 2026
↑1343 hm ↓539 hm / 15.4 km / 7 h
Sant Antonio – Rifugio Rivetti
Nach einem reichhaltigen Frühstück, im grossartigen Agriturismo Mantana Fold, machten wir uns bereit für die lange Wanderung ins Rifugio Rivetti.



Der Weg durch das wunderbare Vogna Tal führte in angenehmer Steigung durch hübsche Walser Weiler. Wie farbenprächtig die alten Häuser mit Blumen geschmückt sind! Typisch sind die Lauben mit den Leitergestellen, welche zum Trocknen von Heu und Getreide gebraucht werden.
Nach dem letzten Weiler Peccia, wurde der Weg zunehmend alpiner.
Mit einem mulmigen Gefühl begegneten wir der grossen Herde der Highland Rinder mit ihren riesigen Hörnern. Sie werden vom Agriturismo Besitzer gezüchtet. Ein bisschen später hörten wir Glockengebimmel und staunten nicht schlecht, als wir nicht wie erwartet Kühen begegneten, sondern einer Herde Pferde
Der felsige Weg zum Passo del Maccogna erforderte Trittsicherheit und kostete uns viele Schweisstropfen. Oben angekommen, waren wir dankbar uns auf den Felsplatten ausruhen zu können. Die weite Wanderung bis zu den nächsten Pässen, Colle di Lazoney und Colle della Mologna forderten uns konditionell heraus. Unterdessen war Nebel aufgezogen und begleitete uns im steilen Abstieg zum Rifugio Rivetti.
Wir wurden herzlich von der Familie Federica und Sylvain empfangen. Sie bewarten die Hütte mit Herzblut und verwöhnten uns kulinarisch.
Barbara


2. Tag, Montag, 31. August 2026
↑ 624 Hm · ↓ 1783 Hm · 14,6 km · 5½ h
Rifugio Rivetti – Santuario di San Giovanni d’Andorno
Der Abstieg vom Rifugio Rivetti (2150 m) nach Piedicavallo (1037 m) ist lang und geht in die Beine, bleibt aber technisch einfach und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Piedicavallo, das historische Zentrum des oberen Cervo-Tals, lohnt einen kurzen Rundgang durch die Gassen mit ihren Steinhäusern. Wir haben uns hier mit einem reichhaltigen Apéro gestärkt, bevor es direkt weiter nach Rosazza ging.



Rosazza überrascht mit seinen Bauten aus dem 19. Jahrhundert, die auf den Senator Federico Rosazza zurückgehen. Besonders auffällig sind sein burgartiges Wohnhaus und das Rathaus. Den eindrucksvollen Abschluss bildete der Aufstieg zum Wallfahrtsort San Giovanni d’Andorno mit seinen mächtigen Gebäuden, der Wallfahrtskirche und der Aussichtsterrasse hoch über dem Tal.
Im Santuario hiess es zunächst Geduld haben: Wir warteten lange auf den Abt, der uns schliesslich die Zimmerschlüssel zuteilte. Die Wartezeit nutzten wir für eine Runde Yoga auf dem Vorplatz, genau das Richtige nach dem langen Abstieg. Umso mehr genossen wir danach die schönen warmen Duschen. Nicht ganz geheuer war uns allerdings ein Dauermieter, der ebenfalls im Santuario wohnte. Irgendwie wurde uns mulmig zumute, und bald machten Gedanken an ein Schlossgespenst die Runde. Der Tag klang trotzdem mit einem gemütlichen Abend in der Laube vor dem Restaurant aus.
Dominic
3. Tag, Dienstag, 01. September 2026
↑370 hm ↓271 hm / 11.8 km / 3:30 h
Santuario San Giovanni – Oropa

Nach dem Frühstück im Santuario di San Giovanni liefen wir bei schönstem Wetter los. Es war gemütlich, das Gelände verlief eher flach. Wir waren aber froh, da wir am Vortag doch einige Höhenmeter hinunterlaufen mussten. So konnten wir beim Laufen die herrliche Landschaft geniessen, den «Hängärt» und dann einfach auch die meditative Stille.
Unter einem schattenspenden Baum legten wir unsere Mittagspause ein. Daraufhin machten wir uns noch auf, die restliche Strecke nach Oropa zu laufen.
Wie aus dem Nichts erschien die grosse, prächtige Basilika. Wir alle waren fasziniert von diesem Ort. Nach dem wir die Zimmer bezogen hatten, blieb noch genügend Zeit den Wallfahrtsort zu erkunden.


Die Wallfahrtskirche ist ein marianischer Ort, der der Schwarzen Madonna geweiht ist und gehört seit 2003 zusammen mit weiteren acht Sacri Monti im Piemont und der Lombardei zum italienischen UNESCO Welterbe.
Nach einem feinen, gemütlichen Nachtessen gingen wir zufrieden schlafen und freuten uns bereits auf den kommenden Tag.
Danke allen Teilnehmern für die Gesellschaft und dem Tourenleiter Dominic für die Organisation.
Geraldine

4. Tag, Mittwoch, 02. September 2026
↑1370 hm ↓290 hm / 10.8 km / 6:30 h
Oropa – Rifugio Coda
Après une dernière salutation à la Vierge noire du beau sanctuaire d’Oropa, notre petite troupe se met en marche vers 8h30 direction la station supérieure d’un télésiège qui ne semble plus fonctionner depuis un bon moment et qui du coup, a fait changer de plan notre Tourenleiter.
La météo est avec nous, temps sec, pas trop froid, pas trop chaud, soleil, puis passages de brume rafraîchissante.
De son pas tranquille et régulier, Dominic nous mène par sentier pédestre et piste au-dessus du sanctuaire d’Oropa, puis jusqu’au col de Mucrone, en passant devant le beau lac Mucrone. Peu après le col, midi a sonné et nous nous arrêtons pour pique-niquer. Nous sommes sur les hauteurs, parfois la brume s’éclipse et nous apercevons des plans de vallées sauvages et superbes.


Puis nous continuons notre chemin vers le rifugio Coda. Ey c’est là que les choses deviennent sérieuses. Le chemin est aérien, longé d’une corde sur notre droite, de pentes abruptes sur notre gauche. Chacun se concentre sur ses pas. A chaque virage nous pensons apercevoir la cabane…et puis non, il faut continuer ce chemin plus vertigineux et monter toujours un.peu plus haut. Enfin, 100m avant l’arrivée, la cabane est en vue!



Après un premier apéro, 4 d’entre nous (4 femmes!) vont se baigner dans le lac, 50 mètres plus bas. Magnifique! Plus tard, nous montons au colle Sella, 100 mètres au-dessus de la cabane et y pouvons admirer le Cervin et toute la série de montagne sur sa droite. Ainsi que le Mont Blanc. Et de l’autre côté, en bas, la ville de Biella. L’accueil, le souper et le petit déjeuner sont ex-cel-lents! La cabane est tenue par 3 hommes. Ils font tout avec cœur! une très belle dernière soirée.
Sabine


5. Tag, Donnerstag, 03. September 2026
↑190 hm ↓1030 hm / 8.5 km / 5:00 h
Rifugio Coda – Trovinasse
Der prächtige Sonnenaufgang berührte unsere Herzen und stärkte uns mit Energie. Nach einem reichhaltigen, mit viel Herz angerichtetem Frühstücksbuffet, starteten wir in den letzten Wandertag, zuerst etwas abwärts. Aber schon bald galt es, über ein schmales Wägji, Blocksteine, Tschugge und Platten im Aufstieg zu bewältigen. Die Gratwanderung führte im Auf und Ab über den Colle di Carisey auf den Monte Roux, teilweise mit Seilen gesichert.
Die Rundumsicht war überwältigend, vor allem vom Matterhorn mit dem ganzen Monte Rosa Massiv und den vielen anderen Gipfeln, und anderseits die Fläche der beginnenden Po Ebene. Der klettersteigmässig angelegte Abstieg erforderte nochmals volle Konzentration bis wir dann, viele Alpen querend, das Agriturismo Belvedere oberhalb Trovinasse erreichten, und uns einen kühlen Drink genehmigten.



Eine charmante Taxi-Chauffeuse brachte uns nach Ivrea, wo wir im Endspurt das Perron und den Zug erwischten. Die Heimreise aber zog sich in die Länge. Durch Zugausfälle strandeten wir in Arona, Domo, schlussendlich in Brig; die einten mussten noch weiter nach Bern, Freiburg, Lausanne, Saas-Almagell.
Angela

| Tourenleitung | Dominic Anthamatten |
| Bericht | Barbara, Dominic, Sabine, Geraldine, Angela |
| Fotos | Diverse |
| Teilnehmende | Georges, René, Carla, Barbara, Dominic, Sabine, Geraldine, Angela |
